Psychotherapie

 

Allgemeines zur Behandlung

 Ich biete in meiner Praxis in Hamburg tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für Erwachsene an – sowohl in Einzel- als auch in Gruppentherapie. 

Aktuell behandle ich ausschließlich Privatversicherte und Selbstzahlende. Die Kosten werden zunächst von Ihnen getragen und anschließend – je nach individuellem Versicherungsvertrag – von Ihrer privaten Krankenversicherung erstattet. Das Honorar richtet sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (GOP) und wird vor Beginn der Behandlung transparent mit Ihnen besprochen.

Eine Behandlung findet in der Regel einmal pro Woche statt. Eine Einzelsitzung dauert 50 Minuten, eine Gruppensitzung 100 Minuten und umfasst sechs bis neun Teilnehmende.

 

 

Meine Haltung

„Psychisch gesund ist, wer leben, lieben und arbeiten kann.“

frei nach Freud

Eine Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn seelische Belastungen den Alltag, die Arbeit oder Beziehungen so stark beeinträchtigen, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr bewältigen lassen. Diese Dringlichkeit und Schwere der sogenannten Symptomatik verdeutlicht auch den Unterschied zu einem Coaching.

Für den Erfolg einer Therapie ist die Zusammenarbeit zwischen Patientin und Therapeutin von großer Bedeutung. Deshalb ist es mir wichtig, dass Sie sich bei mir fachlich gut begleitet und menschlich angenommen fühlen. Ebenso wichtig ist, dass meine Arbeitsweise und mein therapeutisches Angebot zu Ihrem Anliegen passen.

Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, klären wir gemeinsam in den ersten ein bis fünf Gesprächen. Sie bieten Raum, Ihr Anliegen kennenzulernen, offene Fragen zu besprechen und gemeinsam zu entscheiden, ob eine Therapie sinnvoll ist und wir diesen Weg miteinander gehen möchten.

 

Tiefenpsychologische Therapie - was bedeutet das?

Einen Teil unseres Denkens, Fühlens und Handelns können wir uns sehr gut erklären und nachvollziehen. Aber manchmal stehen wir kopfschüttelnd und verständnislos vor uns selbst. Wir verhalten uns scheinbar völlig irrational. Wir wissen, was wir tun müssten, damit es uns besser geht - und tun es nicht. Wir wollen nicht schon wieder hochemotional in diesen Konflikt geraten - und sind schon mittendrin. Wir haben gelernt, welche Menschen uns gut tun - und verbringen viel Zeit mit den anderen. 

Die tiefenpsychologische Therapie geht davon aus, dass vieles, was uns bewegt, unbewusst geschieht. Nicht alles, was unser Erleben und Verhalten prägt, ist uns zugänglich. Manche Erfahrungen waren so schmerzhaft, dass wir gelernt haben, sie aus unserem Bewusstsein fernzuhalten. Andere stammen aus einer Zeit, an die wir uns gar nicht bewusst erinnern können – sie haben uns dennoch tief geprägt.

Was heute unverständlich oder belastend erscheint, hatte oft einmal einen guten Grund. Viele Verhaltensweisen, Gefühle oder innere Reaktionen haben uns früher geholfen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Auch wenn sie heute vielleicht nicht mehr hilfreich sind, verschwinden sie nicht einfach. Sie erfüllen häufig noch immer eine Funktion – auch wenn wir sie nicht kennen.

Ein wichtiger Teil der Therapie besteht deshalb darin, diese Zusammenhänge zu sehen, denn wer sich selbst besser versteht, kann neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Verstehen allein reicht jedoch oft nicht aus. Wir entwickeln uns in Beziehungen – und viele unserer Schwierigkeiten entstehen oder zeigen sich ebenfalls in Beziehungen. Deshalb ist die therapeutische Beziehung ein zentraler Bestandteil der tiefenpsychologischen Therapie. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem alte Erfahrungen spürbar werden dürfen, ohne dass sie sich wiederholen müssen und neue vorsichtig getestet werden können. Dadurch wird es möglich, sich selbst und seine Mitmenschen anders zu erleben. Das führt häufig zu mehr innerer Freiheit und der Bereitschaft, anders Verantwortung für sich zu übernehmen.

 

Behandlungsschwerpunkte

Ich behandle im Schwerpunkt Symptome aus den Bereichen der folgenden Störungsbilder:

  • Depression und Burnout
  • Anpassungs- und Belastungsstörungen als Folge gravierender Lebensereignisse
  • Psychoonkologische Belastungsbilder
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Postpartale Diagnosen im Zusammenhang mit dem Wochenbett

 

Für die Behandlung von akuten psychotischen Erkrankungen (z.B. Schizophrenien, Psychosen, Bipolaren Störungen), Austismus-Spektrums-Störungen, ADHS, Dissoziative Persönlichkeitsstörungen und Suchterkrankungen verfüge ich nicht über die notwendige Qualifikation und Erfahrung. 

 

Wenn Sie sich aber nicht sicher sind, ob Sie bei mir wegen einer Behandlung anfragen sollen, nehmen Sie einfach Kontakt zu mir auf. Denn manchmal ist es weder möglich noch sinnvoll, Symptome in Schubladen zu packen. Das liegt daran, dass „klassische“ Störungsbilder (z.B. eine Depression, eine Angst- oder Persönlichkeitsstörung) in ihrem Erscheinungsbild sehr ähnlich sein können, während sich zwei sogenannte depressive Patientinnen durchaus sehr unterschiedlich fühlen können. Ich finde deutlich hilfreicher, Symptome ganz allgemein erstmal als sehr individuelle (Not-)Lösungsversuche unserer Psyche zu begreifen, um mit belastenden inneren und äußeren Situationen überhaupt irgendwie zurecht zu kommen. Das verändert den Blick, geht es doch in Therapie nicht mehr darum, einfach etwas „wegzumachen“, sondern hilfreichere und gesündere Lösungsversuche für etwas zu entwickeln, was erst verstanden werden will.